Style Mission #2: Graffiti digitalisieren wie ein Pro
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du aus einer einfachen Skizze am iPad mit Procreate einen kraftvollen Bouncer Style mit Outlines und Schatten entwickelst. Dazu gibt es ehrliches Real Talk zu Style und Mindset.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Willkommen zum zweiten Teil meiner Bouncer Style Mission. Im letzten Video habe ich den Grundsketch gezeichnet, schau dir das über die Verlinkung an, wenn du es noch nicht gesehen hast, denn bei mir baut alles Schritt für Schritt aufeinander auf. Heute geht es ums Digitalisieren. Ich schneide dabei einzelne Stücke heraus, die ich besonders wichtig zum Erklären finde. Wir sind beim Simple-Blockbuster-Style unterwegs, also vom Anfänger zum Fortgeschrittenen, und mit der Zeit folgen dann Semi-Styles, Wild Styles bis hin zu abstrakten Styles.
Beim Ausarbeiten passieren zwei Dinge gleichzeitig: Auf der einen Seite ziehe ich die Schatten an, und zwar nach unten und nach rechts. Auf der anderen Seite ziehe ich meine Outlines. Da das Ganze ein Mittelding zwischen Blockbuster und Simple Style ist, habe ich mich entschlossen, die Outlines etwas dicker zu machen. Ich mag persönlich auch komplett dünne Outlines oder sogenannte Flavor-Outlines, die etwas mehr im Sketch-Style gezogen sind. Mit Outlines kann man nämlich einiges anstellen, das sind nicht nur einfache schwarze Umrandungen. Auf die verschiedenen Arten gehe ich in späteren Videos noch genauer ein.
Ich bin ein Graffitimaler, der es einfach liebt, komplett unterschiedliche Styles zu malen. Das war schon in meiner Anfangszeit meine Motivation: variieren zu können und mit Buchstaben zu spielen, um zu schauen, was man da alles rausholen kann. Wenn jemand eine einzige Style-Art bis ins Letzte ausarbeitet, finde ich das auch cool, mir persönlich reicht das aber nicht. Ich brauche die Vielfalt vom Blockbuster bis zum Wild Style.
Warum arbeite ich hier mit dem iPad statt mit Stiften? Weil ich damit einfach schneller arbeiten und dir gezielt Sachen zeigen kann, ohne immer wieder 1000 neue Skizzen malen zu müssen. So kann ich an einem Style arbeiten und mehrere Effekte daran demonstrieren. Du machst deine Skizzen natürlich ganz normal mit Stiften, überträgst die Prinzipien aber genauso. Falls du selbst digital malen willst: Ich nutze Procreate, das nutzt fast jeder in dem Bereich. Du zahlst einmalig einen Preis und kannst dann loslegen. Das ist keine bezahlte Werbung, nur eine ehrliche Empfehlung.
Wichtig ist mir meine lockere Arbeitsweise. Der erste Strich muss nicht super akkurat sitzen, er ist eher ein erstes Drauf-Ziehen, das ungefähr in den Rahmen passt. Danach schaue ich noch mal ganz genau drüber und passe alles im Nachgang an: Der Schatten ist noch ein bisschen dünn, hier darf die Outline dicker sein, und so weiter. So mache ich so lange rum, bis das Ding sitzt. Das hält jeder anders, aber mir geht es darum, locker und nicht verkrampft zu malen.
Das lernst du in diesem Video
- →Wie du deinen handgezeichneten Sketch digital sauber ausarbeitest
- →Wie du Schatten konsequent nach unten und rechts und passende Outlines ziehst
- →Warum es verschiedene Outline-Arten gibt, von dünn bis Flavor-Outline
- →Warum Vielfalt im Style dich als Maler antreiben und weiterbringen kann
- →Warum sich das iPad und Procreate zum Zeigen mehrerer Effekte eignen
- →Wie eine lockere Arbeitsweise mit Nacharbeiten dir am Ende ein sauberes Ergebnis bringt
- Importiere eine eigene Papierskizze in Procreate und ziehe darüber eine saubere Outline auf einer neuen Ebene.
- Lege eine separate Schatten-Ebene an und teste, wie viel Tiefe gut wirkt.
- Vergleiche deine digitale Version mit der Papiervorlage und notiere, was sich verbessert hat.
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