Style Mission #1: Bouncer Style erklärt
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie ich den Bouncer entwickle, eine Mischung aus Blockbuster und Simple Style mit ordentlich Bounce und Flow. Du lernst, worauf es bei Buchstabenkonstruktion und sauberen Übergängen ankommt.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Erstes echtes Video meiner Style Mission, schön, dass du dabei bist. Das Konzept habe ich im letzten Video erklärt, schau es dir oben an, falls du es verpasst hast. Das Ganze ist schnell geschnitten, damit dir nicht langweilig wird, und ich koppele immer spezielle Parts als einzelne Erklärvideos aus, damit du up to date bleibst und mitmachen kannst. Heute geht es um das Wort Bouncer, eine Mischung zwischen einem Blockbuster und einem Simple Style.
Zuerst lege ich das Konzept fest. Da das Wort Bouncer ist, bringe ich das Ganze ein bisschen in Bewegung und spiele mit der Größe der Buchstaben: ein großer Buchstabe am Anfang, einer hinten und der Mittelbuchstabe als Anker. Ich beginne mit dem B und sketche ganz locker, mit einer lockeren Hand. Wenn du da Probleme hast, schau dir mein älteres Video über Strichführung an, das bringt gut auf den Punkt, wie du einen lockeren Strich reinbekommst, falls du eher verkrampft malst.
Beim Aufbau gehe ich Buchstabe für Buchstabe vor und arbeite immer wieder nach. Das O setze ich etwas kleiner in die Lücke, das N als Mittelbuchstaben etwas größer. Dabei deute ich an einigen Stellen kleine Connections an, also Verbindungen zwischen den Buchstaben, die aber noch keine echten Connections sind. Die richtigen Connections, auf die man bei einem Semi-Style achtet, kommen in späteren Videos. Wenn ich Buchstaben überlappe, achte ich darauf, dass vom Balken immer noch etwas zu sehen bleibt, außer du willst es bewusst anders.
Beim Mittelbuchstaben N baue ich ein Herz als Treppenelement ein und sorge mit unterschiedlichen Längen für Bounce, also für Bewegung. Genau diese leichten Schwünge machen den Übergang zwischen Blockbuster und Simple Style aus, ohne große Faxen. Es ist gar nicht so einfach, einen Aufbau hinzubekommen, der wirklich simpel und trotzdem gut lesbar ist.
Zum Schluss kontrolliere ich den ganzen Style noch mal. Da fällt mir auf, dass mein B vorne ein bisschen schief liegt, also lege ich es bewusst etwas schiefer in die Bewegung und beachte die Breite, weil das B oben recht breit ist. Auch das R muss in der Breite passen, da wird es kurz knapp, aber der Coach kriegt das hin, notfalls klebt man eben ein Papier an. Wir gehen nach und nach alle Style-Typen durch, auch lockerer gemalte, aber im Übergang vom Anfänger zum Fortgeschrittenen lohnt es sich, weiter auf die saubere Konstruktion zu achten.
Das lernst du in diesem Video
- →Was ein Bouncer ist: die Mischung aus Blockbuster und Simple Style
- →Wie du dein Konzept festlegst und mit Buchstabengrößen Bewegung erzeugst
- →Warum ein lockerer Strich entscheidend ist und wo du das übst
- →Wie du Buchstaben überlappst, ohne dass Balken verschwinden
- →Was angedeutete Connections sind und wie sie sich von echten unterscheiden
- →Warum du die Konstruktion und Breite der Buchstaben immer wieder kontrollierst
- Zeichne deinen Namen einmal in einem ruhigen Simple Style als Ausgangsbasis.
- Gib denselben Buchstaben mehr Volumen und lass sie auf der Grundlinie tanzen.
- Arbeite die Übergänge zwischen den Buchstaben heraus, bis ein durchgehender Flow entsteht.
Lieber mit Anleitung an die Wand? Stylewriting-Workshop · Graffiti-Workshops in Stuttgart · Auftrag anfragen