Inspiration finden und das kreative Loch überwinden
Ich teile meinen ganz eigenen Umgang mit fehlender Inspiration und dem gefürchteten kreativen Loch. Du bekommst praktische Ansätze, wie du wieder in den Flow kommst, wenn nichts mehr fließen will.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Eine Frage, die mich oft erreicht: Wo nimmst du eigentlich deine Inspiration her, wie kommst du auf deine Ideen? Bei mir ist das ganz unterschiedlich, ich saug einfach alles Mögliche auf. Wenn ich zum Beispiel an einem Spot entlanglaufe, an dem viele Einflüsse zusammenkommen, klassisches New-York-Writing genauso wie Street Art, dann ziehe ich genau von solchen Orten meine Ideen.
Ich gehe wirklich mit offenen Augen durch die Welt. Ich schau mir in der Natur Stöcke und Bäume an, entdecke ein Muster und überlege, ob ich das demnächst mal ins Fill-in einbauen kann. Spiegeleffekte auf kleinen Platten könnte man in den Background malen oder für einen 3D-Block nutzen, eine Struktur auf dem Boden gibt vielleicht eine coole Idee her. Inspiration steckt überall: in Musik, in einem guten Essen, in einem Wein, in Aufklebern an der Wand. Lass das einfach alles zu und saug es auf.
Diese ganzen kreativen Einflüsse sind so ein bisschen Next-Level-Stuff, auf den ich in Zukunft noch genauer eingehe. Erst einmal geht es hier auf dem Kanal um die Grundlagen, wie Graffiti aufgebaut ist und konstruiert wird. Aber die kreative Ebene ist das, was deinem Style später wirklich Persönlichkeit gibt.
Jetzt zum Thema Motivationsloch, das kenne ich selbst sehr gut. Wenn du da feststeckst, gibt es verschiedene Wege. Manchmal ist es das Beste, das Ganze tatsächlich mal eine Zeit lang komplett liegen zu lassen, ein paar Wochen, und etwas völlig anderes zu tun. Oder du lässt bewusst neue Einflüsse zu und beschäftigst dich mit einer ganz neuen Sache, für die du auch ein Gespür hast. Denn genau über solche Umwege ziehst du wieder neue Inspiration für dein eigentliches Ding.
Bei mir war das so: Als ich angefangen habe, Musik zu machen, habe ich mein Taktgefühl verbessert, und dadurch ist auch mein Style nicer geworden, mehr Flow, mehr Drive. Und sobald du merkst, dass es wieder vom Fleck geht, motiviert dich das von ganz allein. Wichtig ist nur: Diese Auszeit gilt für die alten Hasen, die den Drive schon jahrelang drin haben. Für die Anfänger heißt es durchziehen und dranbleiben, sich ab und zu selbst einen Tritt geben und sagen: Ich habe es mir vorgenommen, ich bleib dran.
Das lernst du in diesem Video
- →Wie du Inspiration überall aufsaugst: von Spots, aus der Natur, aus Musik und Alltag
- →Wie du Muster und Strukturen in Fill-ins, Backgrounds und 3D-Blocks übersetzt
- →Warum offene Augen und Neugier deinen Style mit Persönlichkeit füllen
- →Was du gegen ein Motivationsloch tun kannst, wenn du dich festgefahren hast
- →Wie neue Hobbys wie Musik indirekt deinen Flow und Drive im Graffiti verbessern
- →Warum die Auszeit den Fortgeschrittenen gilt, Anfänger aber dranbleiben müssen
- Leg dir eine kleine Inspirations-Sammlung an – Fotos von Wänden, Buchstaben oder Formen, die dich ansprechen, als Ideen-Speicher.
- Wenn nichts fließt, mach eine reine Aufwärm-Übung: fünf Minuten lockere Linien und Kringel ohne Ziel.
- Reflektiere, was dich beim letzten Mal aus einem kreativen Tief geholt hat, und notiere dir zwei, drei verlässliche Auslöser für deinen Flow.
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