Motivation: Bleib dran
Ich erzähle dir von meinen eigenen Anfängen und den Hürden, durch die ich durchmusste. Die Botschaft ist klar: Dranbleiben zahlt sich aus, auch wenn es am Anfang holprig läuft.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Heute ein Video für alle Zweifler, und dafür plaudere ich mal aus dem Nähkästchen. Als ich Graffiti entdeckt habe, war das ein totaler Flash für mich. Ich habe mir gedacht: Krass, was ist das, wie werden diese Bilder ausgemalt, was sind das für fette Pieces? Da hat sich eine ganz eigene Welt aufgetan, und ich war komplett fasziniert, noch bevor ich überhaupt einen einzigen Strich an der Wand gemacht hatte.
Irgendwann habe ich mir ein paar Dosen gekauft, ein paar kleine Anfängerskizzen gemacht und eine Location bei uns in Stuttgart-West am Jugendhaus gefunden, wo man legal malen durfte. Ich war total im Flash, dachte, ich hau jetzt ein krasses Piece hin und bin voll dabei mit den coolen Graffiti-Leuten. Dann habe ich angefangen zu malen, und alles ist verlaufen, wackelige Outlines, total am Ende. Es war so demotivierend, dass diese ganze faszinierende Welt mit einem Schlag in sich zusammengebrochen ist. Ich bin nach Hause gegangen und war komplett down.
Aber die Sache hat mich nicht losgelassen. Nach zwei, drei Nächten habe ich mir gesagt: Komm, du gehst noch mal hin. Mit meinen Restdosen bin ich wieder zur selben Location, habe ein neues Bild gemalt, und wieder ist vieles verlaufen, nur die Outlines waren nicht mehr ganz so krumm. Ich wollte schon aufgeben und dachte, Graffiti ist nichts für mich. Doch an einem bestimmten Punkt habe ich mich noch mal motiviert: Das kann nicht wahr sein, die anderen kriegen das auch hin, also schaffst du das auch.
Also bin ich drangeblieben und habe richtig Gas gegeben. Immer wieder Dosen an die Wand, immer wieder verbessert, die Technik ausprobiert, bis es Stück für Stück besser wurde. Ich bin niemand, dem es in den Schoß gefallen ist, ich bin ein richtiger Durchbeiß-Künstler, der sich alles auf die harte Tour erarbeiten musste, und auch wollte. Für die mit etwas Talent ist das super, aber wenn du dich durchkämpfen musst, ist das genauso okay.
Was ich dir damit sagen will: Wenn du immer hin und her pendelst und zweifelst, ob das was für dich ist, aber im Bauch ein gutes Gefühl zu der Sache hast, dann gib nicht auf. Hätte ich damals aufgegeben, hätte sich meine ganze Graffiti-Welt nie ergeben, all die Jobs und Workshops Jahre später wären nie passiert. Also bleib dran, lass dich nicht runterziehen, mach dein Ding und fight dich durch, wenn es sein muss. Du kriegst das hin, ich glaube an dich.
Das lernst du in diesem Video
- →Warum aller Anfang frustrierend ist und verlaufene, wackelige Outlines dazugehören
- →Wie du nach einem demotivierenden Rückschlag wieder Mut fasst
- →Warum Vergleiche mit anderen dich nicht lähmen, sondern antreiben können
- →Wie du durch ständiges Wiederholen und Verbessern Schritt für Schritt besser wirst
- →Dass auch ohne natürliches Talent jeder zum Künstler werden kann, wenn er durchhält
- →Warum sich Dranbleiben langfristig auszahlt, bis hin zu Jobs und Workshops
- Heb deine allerersten Skizzen auf und vergleiche sie alle paar Wochen mit deinen neuen – so machst du Fortschritt sichtbar.
- Setz dir eine feste, kleine Übungs-Routine, die du auch an unmotivierten Tagen durchziehst (z. B. ein Tag pro Tag).
- Schreib dir einen kurzen Satz auf, warum du mit Graffiti angefangen hast, und lies ihn, wenn du ans Aufgeben denkst.
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