Graffiti lernen: Basiswissen zum Taggen
Ich erkläre dir das Grundwissen rund ums Taggen und worauf es bei den ersten Schriftzügen ankommt. Übe dranbleibend mit, dann wächst dein Style ganz von allein.
Das erklärt dir Open Mike im Video
In diesem Video geht es ums Taggen. Ich habe dir eine ganze Reihe verschiedener Tags vorbereitet. Ich nehme an, deine Favoriten liegen irgendwo bei den aufwendigsten: Die sehen flashig aus, da stecken krasse Moves drin, Pfeile und fast schon eingebaute Connections. Das kann ich vollkommen verstehen, mir ging es als jüngerer Dude genauso, wenn ich die Oldschooler gesehen habe.
Genau deshalb nehme ich die aufwendigsten Tags jetzt bewusst weg. Schau dir stattdessen die einfachen an: Die sind klar und deutlich lesbar und simpel aufgebaut. So hart es für viele klingt, genau hier fängst du an. Wenn du sofort auf dem hohen Level loslegen willst, kann ich das nachvollziehen, aber lass es lieber sein. Probier es höchstens nebenher zum Spaß aus.
Dein Schwerpunkt muss darauf liegen, dass man überhaupt lesen kann, was du schreibst. Achte zuerst darauf, dass die Proportionen deiner Buchstaben und die Abstände stimmen. Dann kannst du ein paar Kleinigkeiten ergänzen, ein Unterstrich, ein Pfeil oder ein Stern reichen am Anfang völlig aus. Profis sehen sich ein Tag an und erkennen auf den ersten Blick, ob jemand die Basics drauf hat oder nicht.
Tu dir selbst keinen Gefallen, indem du sofort auf dem höchsten Level einsteigen willst. Halt dir wie schon im Video davor erwähnt zwei Ebenen offen: eine kreative Ebene zum freien Ausprobieren und eine, auf der du Schritt für Schritt in einer klaren Linie vorangehst. Erst simpel und deutlich schreiben, einen sauberen Grundstrich entwickeln, und zu den aufwendigeren Sachen kommen wir im Lauf der Zeit. So machst du Fortschritte und hast Spaß dabei.
Das lernst du in diesem Video
- →Warum aufwendige, flashige Tags am Anfang der falsche Einstieg sind
- →Dass dein Tag vor allem klar und deutlich lesbar sein muss
- →Wie du zuerst Proportionen und Abstände der Buchstaben sauber hinbekommst
- →Dass am Start ein Unterstrich, Pfeil oder Stern als Schmuck völlig reicht
- →Wie du mit zwei Ebenen Struktur und freies Experimentieren trennst
- →Warum Profis sofort sehen, ob die Basics sitzen
- Schreibe deinen Namen zwanzigmal hintereinander und achte jedes Mal auf gleichmäßigen Fluss.
- Übe Verbindungen zwischen zwei Buchstaben, bis der Übergang ohne Absetzen gelingt.
- Fülle ein ganzes Blatt mit Tags und kreise am Ende deine drei besten Varianten ein.
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