Wie ein Graffiti-Workshop im Jugendhaus Hausen zum Gemeinschaftsprojekt wurde

Ein Stadtteiltreffpunkt bekommt Farbe
Das Kinder- und Jugendhaus Hausen liegt im Stuttgarter Stadtbezirk Weilimdorf und ist für viele Kinder und Jugendliche aus der Umgebung der Ort, an dem der Nachmittag beginnt: Café-Bereich, Werkstatt, Discoraum – ein Haus mit vielen Ecken und noch mehr Möglichkeiten. Genau in so einem Umfeld entfaltet ein Graffiti-Workshop seine Wirkung besonders gut, weil er niedrigschwellig ist und direkt an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpft.

Warum Graffiti-Workshops in Jugendhäusern funktionieren
In der offenen Kinder- und Jugendarbeit geht es selten nur um ein schönes Ergebnis an der Wand. Es geht um Beteiligung: Wer darf mitentscheiden, was am Haus zu sehen ist? Ein Graffiti-Projekt gibt genau darauf eine Antwort. Jugendliche entwickeln eigene Motive, wählen Farben und Stile und tragen am Ende ihre eigene Handschrift ins Haus. Für viele ist es der erste Kontakt mit Sprühdose, Cap-Technik und den Grundlagen des Stylewritings – Erfahrungen, die weit über den reinen Kunstaspekt hinausgehen.
Ein Stadtteil mit eigenem Gesicht
Hausen ist einer der kleinsten Stadtteile Stuttgarts: ein überwiegend in der Nachkriegszeit entstandenes Wohnquartier im Nordwesten der Stadt, Teil des Bezirks Weilimdorf, mit gut tausend Menschen und einer bunt gemischten, internationalen Nachbarschaft. Gerade in so einem Umfeld ist ein Kinder- und Jugendhaus mehr als ein Freizeitort – es ist ein fester Ankerpunkt im Viertel. Dass am Ende des Workshops ausgerechnet der Schriftzug »HAUSEN« an der Wand steht, ist deshalb kein Zufall: Die Jugendlichen geben ihrem Stadtteil ein sichtbares, gemeinsames Gesicht – in ihrer eigenen Bildsprache.
Der Ansatz von Open Mike
Open Mike bringt für solche Projekte über 30 Jahre Erfahrung aus Urban Art, Hip-Hop und Jugendarbeit mit. Statt fertige Motive vorzugeben, steht die Beteiligung der Gruppe im Zentrum: Von der ersten Skizze bis zur fertigen Fläche entwickeln die Teilnehmenden ihr Werk selbst, begleitet und angeleitet Schritt für Schritt. Das gilt für Workshops in Stuttgart ebenso wie für Anfragen aus der ganzen Region Baden-Württemberg – ob in einem Jugendhaus, einer Schule oder im Rahmen der mobilen Jugendarbeit.

Was Jugendhäuser aus so einem Projekt mitnehmen
Ein Graffiti-Workshop im Jugendhaus ist selten ein einmaliges Highlight – oft ist er der Auftakt für weitere kreative Formate im Haus. Für Einrichtungen wie das Kinder- und Jugendhaus Hausen bedeutet das: ein sichtbares, selbst gestaltetes Ergebnis, gestärktes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe und ein Anlass, über den im Stadtteil gesprochen wird. Gerade für offene Treffs und Ferienprogramme in Stuttgart und Umgebung ist das ein Format, das sich unkompliziert in bestehende Angebote einbauen lässt – ob als Projektwoche, Ferienangebot oder Wochenendaktion.
Graffiti-Workshops für Jugendhäuser in Stuttgart und der Region
Wer selbst ein ähnliches Projekt für sein Jugendhaus, seinen offenen Treff oder sein Ferienprogramm plant, findet in Stuttgart und der Region Baden-Württemberg mit Open Mike einen erfahrenen Ansprechpartner für Graffiti-Workshops – von der ersten Konzeptidee bis zur fertigen Wand.
Und danach? Aus diesem Projekt wurde ein zweiter Teil: eine große Graffiti-Fassade am Jugendhaus Hausen, gemeinsam von deutschen und polnischen Kindern gestaltet.