Was ist Semi-Wildstyle? Unterwegs in Heidelberg (English)
Vor Ort in Heidelberg, gedreht beim Shop The Flame, erkläre ich dir, was den Semi Wildstyle ausmacht und wo er zwischen Simple und Wildstyle steht. So weißt du genau, worauf du dich einlässt.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Das geht ab! Hier ist dein Graffiti Coach, heute in Heidelberg. In der Hall of Fame haben wir richtig schöne Sachen gesehen, echte Legenden waren am Start. Ich ziehe jetzt ein bisschen durch Heidelberg, komm mit.
Es ist so schön hier zu sein, 35 Grad im Schatten. Ich habe mir überlegt, das heute mal anders zu machen. Ich erkläre dir anhand eines Pieces von den Stieber Twins, was der Unterschied zwischen einem einfachen Style und einem Semi-Wildstyle ist.
Der Unterschied zum einfachen Style ist Folgender: Wenn du die Buchstaben anschaust, sind sie zwar immer noch deutlich lesbar, aber etwas komplexer aufgebaut. Da ist zum Beispiel ein Knick drin, oder das T hat ausladende Balken, oder ein Buchstabe ist in der Mitte nach unten geknickt. Das ist quasi das nächste Level nach dem einfachen Style. Die Buchstaben sind schon ein Stück mehr gefeilt und extravaganter.
Dazu kommen Elemente wie Pfeile und Verbindungen, die über die Buchstaben laufen und wieder in einen anderen übergehen. Wichtig ist: Diese Elemente müssen Sinn ergeben und für das Gesamtbild notwendig sein. Du gehst also nicht einfach her und malst irgendwo einen Pfeil hin, sondern man erkennt an den Endungen, dass jedes Element bewusst eingesetzt ist und die Buchstaben sinnvoll ergänzt.
Hier in Heidelberg siehst du den klassischen, New York angehauchten Stil. Welchen Buchstaben-Typ du nutzt, bleibt dir überlassen. Stell nur sicher, dass die Elemente, die du an deine Buchstaben baust, auf jeden Fall Sinn ergeben. Wie das konkret aussehen kann, zeige ich dir im zweiten Video. Bleib dran. Peace.
Das lernst du in diesem Video
- →Was ein Semi-Wildstyle ist und wie er sich anfühlt
- →Worin sich Semi-Wildstyle und einfacher Style unterscheiden
- →Warum die Buchstaben trotz Komplexität lesbar bleiben
- →Wie Knicke und ausladende Balken die Buchstaben aufwerten
- →Warum jedes Element bewusst und sinnvoll eingesetzt sein muss
- →Wie der klassische Heidelberg-New-York-Stil aussieht
- Vergleiche ein Simple-, ein Semi-Wildstyle- und ein Wildstyle-Piece und ordne die Unterschiede zu
- Beschreibe in eigenen Worten, was du an einem Semi Wildstyle besonders findest
- Markiere an einem fertigen Piece, welche Stellen lesbar und welche verschachtelt sind
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