Marker-Test: Copic, Touch, Delta, Stylefile, Graphmaster
Ich teste fünf gängige Marker im direkten Vergleich: Copic, Touch, Delta, Stylefile und Graphmaster. So findest du heraus, welcher Stift fürs Skizzen-Ausmalen am besten zu dir passt.
Das erklärt dir Open Mike im Video
Was geht ab, dicker! Open Mike, dein Coach, ist am Start. Heute habe ich etwas aufgebaut. Vorab eine Bitte an alle neuen Abonnenten: Zieht euch die Videos von vorne bis hierher Step by Step rein, denn sie bauen aufeinander auf. So könnt ihr Schritt für Schritt mitkommen. Heute geht es um Marker, viele von euch haben gefragt, was meine Favorites sind. Genau das klären wir jetzt.
Alle Preise, die ich nenne, können je nach Bezugsquelle variieren. Fangen wir mit den Touch-Markern an, etwa 9,95 bis 12 Euro. Meiner Meinung nach komplette Anfängerstifte. Wenn du einen 3D-Style malen oder einen Character komplex abschattieren willst, wird es hier schwierig, weil die Farben nicht den Farben auf dem Deckel entsprechen. Für Leute, die einfach mal alkoholbasierte Stifte ausprobieren wollen, sind sie okay, aber für anspruchsvolle Arbeiten nicht meine Empfehlung.
Weiter zu den Graphmaster-Markern, etwa 19,90 Euro. Klingt erst einmal cool, aber sie kommen leider in einem Karton, der fast auseinanderfällt. Dann die Delta-Marker, zwischen 19,50 und 22,50 Euro, in einer wirklich schönen Verpackung, die man zusammenfalten und in den Rucksack packen kann, ebenfalls 12 Stück. Sieht auf den ersten Blick geil aus, aber was drinsteckt, muss man erst testen.
Dann die guten Stylefile-Marker. Der äußere Karton ist eher lapprig, aber drin steckt eine stabile Plastikbox, in der die Marker gut stehen. Die Touch-Marker gibt es ebenfalls zu 12 Stück für rund 35 Euro. Und zu guter Letzt die Copic, hier die Ciao-Variante, im Internet zwischen 55 und 65 Euro. Die normalen Copic habe ich rausgelassen, weil sie preislich für Anfänger ein Vogel sind.
Beim Test fällt mir beim Touch-Marker auf: Er liegt durch die dreieckige Form nicht optimal in der Hand, der Deckel geht schwer auf, und die Farbe weicht deutlich vom Deckel ab. Das Malverhalten ist anfangs angenehm weich, aber nach ein paar Bahnen fließt die Farbe nicht mehr so gut und es entstehen Streifen. Außerdem riecht er stark. Fazit: ein Stift zum Ausprobieren ohne großen Anspruch. Beim Graphmaster ist die Mine etwas steifer, man bekommt aber ein schönes Fading hin, dafür riecht er noch kräftiger. Auch das ist ein Stift zum Ausprobieren. Ob sich die teuren Copic lohnen oder ob es doch die günstigeren tun, kläre ich im weiteren Verlauf.
Das lernst du in diesem Video
- →Welche Marker-Marken es gibt und was sie ungefähr kosten
- →Warum die Touch-Marker eher Anfängerstifte sind
- →Worauf du bei Verpackung und Handhabung achten solltest
- →Wie sich Malverhalten, Fading und Geruch unterscheiden
- →Warum die Deckelfarbe nicht immer der echten Farbe entspricht
- →Wann sich teure Copic lohnen und wann günstigere reichen
- Male dieselbe kleine Fläche mit zwei Markern aus und vergleiche Deckkraft und Streifenbildung
- Teste einen weichen Verlauf, indem du zwei Farbtöne nass-in-nass ineinander ziehst
- Notiere dir nach dem Test deinen Favoriten fürs Ausmalen und einen für feine Details
Lieber mit Anleitung an die Wand? Stylewriting-Workshop · Graffiti-Workshops in Stuttgart · Auftrag anfragen